top of page

Traumberuf Tierarzt – ein Blick hinter die Kulissen

Pixabay Studenten.jpg

🎓 Wie wird man Tierärztin oder Tierarzt?

Eine Frage, die uns von Praktikanten und Schülern besonders häufig gestellt wird.

Viele Menschen sehen nur den Tierarzt im Behandlungszimmer. Was oft nicht bekannt ist: Hinter diesem Beruf steckt ein langes, anspruchsvolles Studium und eine lebenslange Weiterbildung.

🏫 Der Weg zum Tiermedizinstudium

Für das Studium der Tiermedizin wird die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) benötigt.

In Deutschland kann Tiermedizin derzeit an fünf Universitäten studiert werden:

📍 Berlin

📍 Gießen

📍 Hannover

📍 Leipzig

📍 München

Die Studienplätze sind sehr begehrt und die Zulassung erfolgt über verschiedene Auswahlverfahren. Viele Universitäten berücksichtigen dabei auch die Ergebnisse des TMS (Test für medizinische Studiengänge).

📚 Was erwartet Studierende?

Das Studium der Tiermedizin dauert in der Regel 11 Semester und umfasst über 5.000 Unterrichtsstunden.

Zusätzlich müssen zahlreiche Praktika absolviert werden.

Während des Studiums lernen angehende Tierärztinnen und Tierärzte unter anderem:

🧬 Anatomie und Physiologie

🔬 Biochemie und Pathologie

🦠 Bakteriologie, Virologie und Parasitologie

💊 Pharmakologie und Toxikologie

🐶 Innere Medizin

🏥 Chirurgie

❤️ Kardiologie

🐱 Heimtiermedizin

🐄 Nutztiermedizin

🥩 Lebensmittelhygiene und Verbraucherschutz

🐝 Krankheiten von Reptilien, Fischen und Bienen

⚖️ Tierschutz und Veterinärrecht

Die Ausbildung umfasst dabei weit mehr als die Behandlung von Hund und Katze.

👩‍⚕️ Praxis statt nur Theorie

Ein großer Teil des Studiums findet direkt am Tier statt.

Dazu gehören:

✔ Praktische Ausbildung in Tierarztpraxen und Tierkliniken

✔ Übungen in Tierhaltung und Landwirtschaft

✔ Ausbildung in Lebensmittelüberwachung

✔ Schlachttier- und Fleischuntersuchung

✔ Klinische Ausbildung in verschiedenen Fachbereichen

Allein die praktische Ausbildung in Tierarztpraxen und Tierkliniken umfasst mehrere hundert Stunden.

🎓 Wann ist man Tierarzt?

Während des Studiums müssen zahlreiche Prüfungen sowie mehrere Staatsexamina erfolgreich bestanden werden.

Erst nach erfolgreichem Abschluss erhält man die Approbation und darf offiziell als Tierärztin oder Tierarzt arbeiten.

🔬 Und der Doktortitel?

Anders als viele Menschen denken, ist der Titel „Dr. med. vet.“ kein automatischer Bestandteil des Studiums.

Wer promovieren möchte, verfasst zusätzlich eine wissenschaftliche Dissertation und legt eine mündliche Prüfung ab.

Erst danach darf offiziell der Doktortitel geführt werden.

🏅 Was ist ein Fachtierarzt?

Nach dem Studium können Tierärztinnen und Tierärzte zusätzliche Weiterbildungen absolvieren und sich auf bestimmte Fachgebiete spezialisieren.

Beispiele sind:

🐱 Katzenmedizin

🦷 Zahnheilkunde

🏥 Chirurgie

❤️ Kardiologie

🩻 Bildgebende Diagnostik

🐎 Pferdemedizin

Die Weiterbildung endet häufig mit einer Prüfung zum Fachtierarzt.

📖 Ist die Ausbildung dann abgeschlossen?

Ganz klar: Nein.

Die Tiermedizin entwickelt sich ständig weiter. Neue Medikamente, moderne Diagnostik und innovative Behandlungsmöglichkeiten erfordern kontinuierliche Fortbildung.

Die Tierärztekammer Nordrhein schreibt beispielsweise mindestens 20 Fortbildungsstunden pro Jahr vor.

Viele Tierärztinnen und Tierärzte absolvieren jedoch deutlich mehr Fortbildungen, um ihren Patienten eine Behandlung auf aktuellem wissenschaftlichem Niveau anbieten zu können.

❤️ Ein Beruf aus Leidenschaft

Tierärztin oder Tierarzt zu sein bedeutet weit mehr als Tiere zu behandeln. Es bedeutet Verantwortung für Tiere, ihre Besitzer und die Gesundheit unserer Gesellschaft zu übernehmen.

Der Weg dorthin ist lang und anspruchsvoll – aber für viele von uns der schönste Beruf der Welt.

bottom of page